Malaria Resistenz-Gene gefunden

posted by iluaulm
Montag, Februar 8, 2010

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich eine Millionen Menschen an Malaria. Davon sind die Hälfte Kinder unter fünf Jahren und 90% der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent. Es gibt auf dem Markt inzwischen Medikamente gegen das Sumpffieber, das durch eine bestimmte Mückenart übertragen wird. Jedoch werden diese immer wirkungsloser. Den Grund dafür wollten Wissenschaftler nun herausfinden und es gelang ihnen im Erbgut des Erregers bestimmte Genvarianten zu entdecken, die eine Ursache für die Resistenz gegenüber den Mitteln darstellt. Dazu testeten die Forscher die Reaktion des Erregers auf die Substanzen, die für die Behandlung von Malaria derzeit eingesetzt werden. Damit ist es gelungen, womöglich die Ursache herauszufiltern und es so zu schaffen die verantwortlichen Gene zu unterdrücken oder sie zu umgehen. Denn nicht nur die Anzahl der Todesopfer jährlich ist hoch, auch die Zahl der Neuerkrankungen belaufen sich weltweit pro Jahr auf bis zu 500 Millionen Menschen.
Bereits im Jahr 2002 konnte das Erbgut des Erregers vollständig entziffert werden, doch nun konnten die Wissenschaftler herausfiltern, welche Gene von den insgesamt 5.300 für die Resistenz verantwortlich ist. Allerdings bleibt weiterhin offen, wie die identifizierten Gene beeinflusst werden können.

0

Hormon für bessere Entwicklung von “Frühchen”

posted by iluaulm
Montag, Februar 1, 2010

Eine Langzeitstudie kam zum Ergebnis, dass das Wachstumshormon Erythropoietin, besser bekannt als Epo, vor Behinderungen bei Frühgeburten schützen kann. Zwischen 1993 und 1998 haben Kinderärzte und Psyschologen rund 200 Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1.000 Gramm untersucht. Nach 10 Jahren wurden sie erneut untersucht und dabei stellte man fest, dass Frühchen mit Hirnblutungen im Alter von 10 Jahren besser entwickelt waren als Kinder, die nicht mit dem Hormon behandelt wurden. Zudem wiesen Kinder mit der Epo Behandlung bessere Intelligenzleistungen auf und besuchten häufiger eine normale Schule.
Eigentlich ist Epo aus einen ganz anderen Grund bekannt. Denn bei der Tour de France wurden einige Radsportprofis mit dem Mittel illegal gedopt. Eigentlich wird das Hormon hauptsächlich bei Blutarmut eingesetzt. „Bei der Auswertung der Nachuntersuchungsergebnisse im Alter von zehn Jahren waren wir sehr überrascht, dass sich ein so starker Unterschied in der Entwicklung der Kinder zwischen diesen beiden Gruppen herausstellte“, sagte Kinderarzt Achim-Peter Neubauer, einer der beteiligten Forscher, der Nachrichtenagentur.

0

Hoher Salzkonsum fördert das Risiko eines Schlaganfalls

posted by iluaulm
Sonntag, Januar 31, 2010

Laut der deutschen Schlaganfall-Gesellschaft erhöht ein vermehrter Salzkonsum das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt täglich eine Menge von fünf Gramm Salz. Doch besonders, wenn man das Essen nachsalzt oder oft auf Fertigprodukte zurückgreift, nimmt man automatisch (und oft ohne bewusstes Wissen) mehr Salz auf. Gleichzeitig erhöht übermäßiger Konsum auch den Blutdruck und somit ist das Risiko eines Schlaganfalls vier Mal höher.
Für diese umfassende Analyse wurden insgesamt 13 Studien mit mehr als 170.000 Probanden ausgewertet. Für Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, Professor Dr. med. Martin Grond ist die Studie ein eindeutiger Beweis dafür, dass Menschen mit einer salzarmen und ausgewogenen Ernährung einem Schlafanfall vorbeugen können. Denn mit nur einem Teelöffel Salz am Tag mehr erhöht sich das Risiko um ganze 23 Prozent. Jedoch ist Professor Grond nicht der Ansicht, dass Ernährungsratschläge den Konsum von Salz mindern könne, da die meiste Menge nicht beim Kochen zugefügt wird, sondern bereits in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Daher fordert er ein bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln. Doch mit einem reduzierten Salzkonsum könnten, laut Grond, weltweit 1,25 Millionen Menschen vor einem Schlaganfall geschützt werden.

0