Archive for Mai, 2011

Pollen und Niesen

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Freitag, Mai 6, 2011

Niesen, Schniefen, Augenjucken: der Frühling ist für Allergiker keine schöne Zeit. Wenn andere sich an den ersten Blüten erfreuen, müssen Heuschnupfen-Sensible aufpassen. Blühende Birken, Eichen oder Buchen, aber auch Gräserpollen sind eine wahre Plage für Betroffene. Sie reagieren allergisch auf den Blütenstaub und entwickeln Symptome wie Niesreiz, Atembeschwerden und Augentränen.

Auf welche Stoffe genau jemand allergisch reagiert, kann durch einen so genannten Prick-Test herausgefunden werden. Dabei werden geringe Mengen allergener Stoffe auf die Haut aufgetragen und diese leicht eingeritzt – bei einer Allergie bilden sich an diesen Stellen dann beispielsweise Rötungen. Auch Bluttests helfen bei der genauen Diagnose.

Heuschnupfen-Allergikern wird empfohlen, bei Pollenflug erst am Abend oder bei Regen zu lüften und die Fenster ansonsten geschlossen zu halten. Heuschnupfen ist zwar gut behandelbar, eine endgültige Heilung gibt es jedoch nicht. Daher sollten Betroffene es möglichst vermeiden, mit den Pollen in Kontakt zu kommen. Helfen kann eine Hyposensibilisierung. Dabei wird der Körper systematisch an das auslösende Allergen gewöhnt.

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Die Pille wird für Bayer zum Sorgenkind

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Freitag, Mai 6, 2011

Der Leverkusener Konzern Bayer hat ein Problem: die Antibabypille. Jahrelang war genau diese – speziell nach der Übernahme von Schering – der Garant für beeindruckende Gewinne und das wiederum freute nicht nur die Geschäftsleitung von Bayer, sondern auch deren Aktionäre.

Doch nun ist Katerstimmung im Unternehmen angesagt. Grund dafür sind etliche Klagen wegen etwaiger Gesundheitsschäden, die durch die Einnahme der Pillenarten YAZ und Yasmin hervorgerufen worden sein sollen. Ob dies nun tatsächlich zutrifft oder die Vorwürfe haltlos sind, gilt es nun in jenen Verfahren vor Gericht zu klären und dies bedeutet für Bayer und seine Aktionäre in erster Linie eines: Kosten.

Natürlich setzt sich Bayer zur Wehr und verteidigt sich vehement gegen die erhobenen Ansprüche. Das dafür benötigte Geld wurde in den Bilanzen schon mit einkalkuliert.
Was sich sicher noch zu diesen Kosten hinzuaddiert, sind teure Aufklärungskampagnen, die man Bayer nach irreführenden und wenig sachlich informierenden Werbeaktionen – Agitationen – auf´s Auge gedrückt hat und ein nicht unbeträchtlicher Betrag fließt zudem in die Werbung des Unternehmens. In Anbetracht dieser Kostenpunkte mag man sich gar nicht ausmalen, welche finanzielle Last im Falle einer Schuldigsprechung noch auf Bayer zukommen könnte – anhand der dann auferlegten Ausgleichszahlungen, die anschließend an die Opfer zu leisten sind.

Hinzu kommen mittlerweile aber auch noch andere Sorgen: die Generika. Ist ein Patentrecht für ein Medikament abgelaufen, hat auch jeder andere Konzern das Recht darauf, es zu kopieren. Jene Kopien sind es, die man als Generika bezeichnet.

Generika der Pille YAZ zum Beispiel verschafften Bayer nun katastrophale Umsatzeinbußen von mehr als 18 Prozent, die Rede ist von nicht weniger als 170 Millionen Euro. Eine deutlichere Sprache gibt es wohl kaum.

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